Religiöser Schulentwicklungspreis für die Berufsschule 2 Passau


Foto: Wallner
Kv. links: Prof. Dr. Martin Lechner, Referentin für Schulpastoral Erdmute Fischer, Projektleiter Dr. Markus Seibt und Leitender Regierungsschuldirektor Franz Thurner.

Der mit 1000 Euro dotierte Schulentwicklungssonderpreis für religiöse Projekte ist am 28.11.19 in Donauwörth an das Projekt „Fit for culture and religion“ verliehen worden. Im Rahmen eines Festaktes der Pädagogischen Stiftung Cassianeum im Gallussaal überreichte der Vorstand der Stiftung, Projektleiter Dr. Markus Seibt für sein schulpastorales Projekt den Cassianspreis. „Ich freue mich wirklich sehr und bedanke mich herzlich im Namen der Berufsschule 2 Passau bzw. unseres Schulleiters Herrn Robert Lindner für die wertschätzende Auszeichnung. Der Preis bestätigt, dass sich sinnvolles Engagement lohnt und religiöse Bildung eine Bereicherung ist“, so Dr. Seibt. Sein Dank gilt vor allem den Schülerinnen, die ihn bei dieser schulpastoralen Arbeit sehr engagiert unterstützt haben, obwohl sie nur einmal in der Woche an der Berufsschule waren und ansonsten in ihren zahnmedizinischen Praxen arbeiten mussten. So ein Projekt an einer Berufsschule zu realisieren sei deshalb eine besondere Herausforderung.

Der Leitende Regierungsschuldirektor, Herr Franz Thurner, ist extra aus Landshut angereist, weil die Berufsschule 2 aus Niederbayern unter den bayernweiten Preisträgern war.

Frau Erdmute Fischer, Referentin für Schulpastoral in der Diözese Passau war ebenfalls unter den geladenen Gästen und vertrat das Bistum Passau.

Den Festvortrag zum Thema „Religiöse Bildung für alle! Eine neue Herausforderung in postsäkularer Zeit“ hielt Prof. Dr. Martin Lechner. Eine religiöse Grundbildung ist für alle Menschen wichtig, da sie einen Beitrag zur umfassenden Persönlichkeitsbildung, einen Beitrag zur Tradierung und Weiterentwicklung der Kultur und einen Beitrag zum gesellschaftlichen Frieden leistet, so Prof. Lechner.

Der anschließende Empfang fand in der wunderschönen Bibliothek des Cassianeums (Kloster Heilig-Kreuz) statt.

Die Pädagogische Stiftung „Cassianeum“ schreibt den Grundanliegen ihres Gründers Ludwig Auer (1839-1914) folgend den Cassianspreis für religiöse Schulentwicklung aus, mit dem Initiativen und Projekte an Schulen in Bayern gewürdigt werden sollen, die die Förderung des religiösen Lebens innerhalb der Schulkultur zum Ziel haben.

Die Verantwortlichen der fünf besten Projekte wurden zur Preisverleihung nach Donauwörth eingeladen. Bewerben konnten sich Projekte aus allen Schulen in Bayern unabhängig von ihrer Größe, Schulart oder Trägerschaft. Preiswürdig waren eine Schule und die entsprechenden Verantwortlichen, die ein Schulentwicklungsprogramm oder ein konkretes Projekt entwickelt und erfolgreich umgesetzt haben, das das religiöse Leben an der Schule bereichert. Nach einer eingehenden Begutachtung der eingereichten Unterlagen hat die Fachjury über die Preisvergabe entschieden. Sie zeichnete fünf Projekte unter den 15 Bewerbern aus allen Schulen und Schularten in Bayern aus. Das Projekt der Berufsschule 2 Passau war unter den ersten fünf Preisträgern und erhielt 1000 Euro. Der Preis soll der Berufsschule 2 und deren Schulpastoralarbeit zugute kommen.

Das interreligiöse Projekt wurde von Schülerinnen einer 11. Klasse (Zahnmedizinische Fachangestellte) der BS 2 Passau unter Anleitung von Dr. Seibt von Grund auf neu entwickelt. Es handelt sich um einen Lernparcours, der Menschen aus verschiedenen Kulturen und Religionen zusammenführt und dabei soziale Kompetenzen wie Empathiefähigkeit, Kommunikationsfähigkeit und Ambiguitätstoleranz fördert. Der Parcours beinhaltet sowohl analoge als auch digitale Stationen. Nachhaltigkeit ist gegeben, da das Projekt auch an anderen Schulen durchgeführt werden kann bzw. bereits durchgeführt wurde.

Das Projekt hat bereits 2018 den PNP-Stiftungspreis gewonnen, der mit 2000 Euro dotiert war.

 
 

1. Preis für Berufsschule 2 Passau – Projekt „Fit for culture and religion“


Foto: Jäger/PNP
Kultusminister Bernd Sibler (2.v.l.) der Passauer Vize-Landrat Raimund Kneidinger (3.v.l.) und Passaus 3. Bürgermeisterin Erika Träger (r.) gratulierten zum ersten Platz beim Sozialpreis der PNP-Stiftung. Gewonnen hat die Staatliche Berufsschule 2 aus Passau mit Projektleiter Dr. Markus Seibt (l.), Schülerin Isabell Wallner und Schulleiter Robert Lindner (2.v.r.).

Weiter zum Artikel der PNP vom 19. Juli 2018.

 

 

Handreichung Projektarbeit

Die Handreichung eröffnet den Lehrkräften eine Vielzahl von Projektideen und gibt neben theoretischem Hintergrundwissen auch praktische Hinweise für die Durchführung von Projekten im Religionsunterricht oder anderen allgemeinbildenden Fächern (z.B. Sozialkunde).
Herr Dr. Markus Seibt (BS 2 Passau) hat sowohl am Theorieteil (allgemeine Überlegungen) als auch am Praxisteil (Entwicklung des Projekts „Fit for culture and religion“ mit der Klasse ZF 11c) mitgearbeitet.

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